Titelübersetzung: Lernt französisch
Que pasa?
Nicht viel, ich habe lediglich versucht ein Paket abzuholen und mein Visum zu beantragen, aber von vorne…

Freitag habe ich von meiner Gastmutter einen Zettel bekommen. Einer dieser netten Postbriefe wo drauf steht “Bitte das Paket da und dann abholen”. Da meine Vorfreude auf dieses Paket einfach nur phänomental riesig war (Donner & Sturm) habe ich beschlossen es noch fix abzuholen (Öffnungszeiten 10 – 17 Uhr, Mo – Fr). Also fix in den Bus und hingefahren. Was hat mich erwartet? 30 Minuten Busfahrt nach Retiro (Hauptbahnhof = Verkehr, Verkehr, Verkehr), ein volles Postbüro, Warteschlangen, Wartezimmer und ganz ganz miesgelaunte Postbeamte. Argh. Also Nummer ziehen und warten. Hmm, moment, ich habe in der Hand Nummer 477, guck – ach du heilige Großmutter – die arbeiten gerade Nummer 33 ab…
(Stunden vergehen)
Meine Nummer, hah! Es gibt sie doch! Ich wusste es schon immer. In Vorfreude stürme ich zum Postschalter. Ich hätte es ja wissen sollen… “Blah, blah, “falta” (NEIN!!!) la autorisation”. Que pasa?! Argh, weil das Paket an meine Gastmutter adressiert wurde und ich nur im c/o darunterstehe schickt mich der Postbeamte nach Hause zurück. Nachdem ich lautstark einige Worte gewechselt habe meinte der Postbeamte das müsse so sein, auf der Rückseite der Karte steht ja alles… tolle Wurst, also nach Hause zurück. Es blieben mir knapp 35 Minuten. Hmm, Taxi !!!
Wo du wolle? Nix Memphis! Jalla jalla, nach Hause, Daniela, meine Gastmutter war zum Glück dort, alles unterschreiben lassen und wieder ins Taxi und ab die Post zum Postbüro (hey 30 Minuten Taxifahrt für 4 Euro…, tranquilo ^^). Und wieder den Laden gestürmt. Fix noch eine neue Nummer gezogen – jaja – ohne die geht hier nichts. Und siehe da, nach knapp weiteren 30 Minuten (wir schreiben 17:30 Uhr) bin ich wieder dran. Doch wer hätte da nicht die Rechnung ohne die Postbeamtin gemacht. Die meinte zu mir “blah, blah, “falta” (Falta? Ich geb dir gleich falta !!!) documento de identidad de Daniela…” – Que?! Ich soll den Ausweis meiner Gastmutter mit mir rumschleppen? Sagt mal habt ihr noch alle Tassen im Geschirrspüler? Die zeigt mir den Vogel! Ich will mein Paket! Ich bin abgegangen wie eine Dreistufenrakete. Gedanklich habe ich Postbeamtin samt Postbüro auf den Erdtrabanten geschossen. Adios amigos! Ahhhhhhhhhhh!

Am Ende habe ich dann doch gewonnen. Mit Hilfe eines aufwändigen Seilzugsystems tauscht die nette Dame einige Briefchen aus und schwupps, siehe da, ich bekomme… eine neue Nummer?! Ahhhhhhhhh!!!!!

Also wieder warten. Die Nummer werden auch nicht einfach vorgelesen, sondern einfach hintereinander runtergerasselt. “552332552267552897553768″ … Irgendwo dazwischen muss meine Nummer gewesen sein und gehe dreist zum Schalter. Wieder was gelernt!
Muss ich noch erzählen wie es heute bei Migracciones vor sich ging? Hack und Brei, gut, dass man keine Kettensägen mit in öffentliche Gebäude nehmen darf. Nun gut, mehr als rhetorisches Kleinholz blieb eh nicht über… und ich dachte Deutschland wäre schlimm… gut ist es AUCH.